Heckenlandschaft der Flurhecken bei Simmerath
Heckenlandschaft der Flurhecken bei Simmerath

Teillandschaftsraum Monschauer Heckenland

Das Monschauer Heckenland ist ein besonderer Teillandschaftsraum im Kulturlandschaftsraum der Rureifel. Durch das raue Klima in den Höhenlagen mit kalten, starken Winden und langen Winterperioden, war in diesem Landschaftsraum ein besonderer Schutz des Bodens und der Häuser notwendig. Zum Schutz passten sich die Bewohner dem Klima an und legten Buchenhecken um ihre Grundstücke und Felder an, die zusammen mit tiefgezogenen Dachflächen der Häuser (vgl. Eifeltyp), eine größtmögliche außenliegende „natürliche“ Dämmung des Wohnraums boten. Die Buchenhecken lieferten zudem Brennholz und Lebensraum für Kleintiere. Noch heute prägt diese besondere Art der Anpassung an die klimatischen Gegebenheiten das Ortsbild der Dörfer und des Landschaftsraums des Monschauer Heckenlandes, das für die Region um Monschau und Simmerath in den Höhenlagen so typisch ist. Die teilweise meterhohen Buchenhecken sind im Straßenraum von Eicherscheid, Höfen, Mützenich und Kalterherberg besonders gut zu sehen und werden durch die Anwohner gepflegt. In Vereinen zur Pflege der Hecken erhalten sie so den regional typischen Charakter der Straßenräume. Die Flurhecken um die Felder zeigen häufig sog. „Durchwachser“. Diese, aus der Hecke herauswachsenden, Einzelbäume werden als Brennholz und die Früchte als Tierfutter genutzt.

Die historisch überlieferte typische Bauweise in den Dörfern der Region ist der Winkelhof mit tiefgezogenem Dach an der windzugewandten „Wetterseite“ vgl. Eifeltyp und Venntyp. Dabei wird der Eingangsbereich zu Wohnraum und Scheune über die Hoffläche zugänglich. Durch die Windschutzhecke und die Anlage des Gebäudes im rechten Winkel, sog. Winkelhof, wird die Nutzbarkeit der Hoffläche optimal geschützt. Die Baukonstruktion der Gebäude ist überwiegend Fachwerkbau, bei dem die verwendeten Eichenhölzer in der Umgebung geschlagen, in einer Skelettbauweise errichtet und mit Stroh und Lehm ausgefacht werden. Mauerwerksbau wird in den Dörfern überwiegend nur bei herrschaftlich oder geistlich bedeutsamen Gebäuden vewendet. In den Stadtkernen hingegen, wie zum Beispiel in Monschau, werden mehrgeschossige Mauerwerksbauten unter Verwendung von Blaustein und Bundsandstein, sowie Schieferdeckung auf Wand und Dach gebaut. Hier trifft man neben Mauerwerk-, auch mehrgeschossige Fachwerkgebäude an.

Die Ortschaften in diesem Landschaftsraum sind zugehörig zu der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau.

 

 

 

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