
Der Landschaftsraum Hohes Venn ist gekennzeichnet durch die leicht bewegte, weite Landschaft der Torfheiden, die auf dem topographisch erhöhten Venn-Plateau liegen. Nach dem Aufstieg über das sogenannte Venndach sieht man den Landschaftsraum der Hochmoore, die auf einer circa 4100 ha großen Fläche die größten Naturschutzgebiete Belgiens bilden.
Durch den stark wassersaugenden Torfboden des Vennsattels, vgl.
hierzu die geologischen Bodenbeschaffenheiten der Eifel, werden große
Niederschlagsmengen der Hochebene gebunden. Dies wird begünstigt durch die von Westen kommenden
Wolken, die über der Hochebene aufsteigen und größere Niederschlagsmengen im Vergleich zur Umgebung erzeugen. Das überschüssige Wasser wird durch
die im Hohen Venn entpringenden Bäche, wie Rur und Weser, in die angrenzenden
Kulturlandschafträume des nördlichen Vennvorlandes,
die Rureifel und die Hocheifel geleitet. Das hohe Venn
trägt im hohen Maße zum Wasserreichtum
der Region Eifel bei, der in der Region die tiefen Bachttäler und somit auch
die Talsperren ermöglicht.
Talsperren
Das Hohe Venn wird heute von 10 Stauseen umgeben. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der ersten Stauseen begonnen, zunächst mit den Ziel der Energiegewinnung und des Hochwasserschutzes der Ortschaften. Heute übernehmen die Gileppe- und Wesertalsperre, Wehe- und
Dreilägerbachtalsperre, Rur- und Urftsee, Kall-, Perlenbach- und Oleftalsperre
sowie die beiden Warche-Talsperren neben der Trinkwassergewinnung auch
eine große Rolle im Naherholungsangebot der Region.
Die Ortschaften im Kulturlandschaftsraum Hohes Venn sind zugehörig zu der Gemeinde Roetgen, der Stadt Stolberg und der Gemeinde Hürtgenwald.