Dachfläche mit Dachpfannen gedeckt, in der Region NRW sind graue Dachpfannen typ
Dachfläche mit Dachpfannen gedeckt, in der Region NRW sind graue Dachpfannen typisch
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Dachdeckung

Die Dachdeckung prägt die Dachlandschaft und damit den Charakter der Dörfer erheblich. Im Mittelalter wurden Wohnhäuser überwiegend mit Stroh und Holzschindeln gedeckt, repräsentative und geistliche Bauten hingegen bereits mit Schieferschindeln aus dem rheinischen Schiefergebirge. Durch eine erhöhte Feuerversicherung im 18. Jhd. wurden verschiedene Dekrete gegen Fachwerksbau und Stroheindeckung erlassen, welche die sogenannten ‚harten‛ Dachdeckungen wie Dachpfannen (Hohl- und S-Pfannen), Schieferdeckung, sowie Blech- und Bleiplatteneindeckung bevorzugte. Die Dachpfannen mussten mit Strohdocken unterlegt werden  [BECK 1869, S. 262]. Beklagt wurde allerdings die häufig schlechte Qualität der Hohlziegel. Ihre Haltbarkeit soll so gering gewesen sein, dass sie den Witterungseinwirkungen (Sonneneinstrahlung, Regen, Frost) nur wenige Jahre standhielten. Eine Verbesserung brachte erst die bleiglasierte Ausführung, deren Wasseraufnahmefähigkeit infolge der schützenden Glasur geringer ist und dadurch die Gefahr von Frostschäden entscheidend herabsetzt.

Schiefer, der auch in der Region zu finden ist, wurde besonders für öffentliche Bauten genutzt und zeigt sich im Gegensatz zu den Dachpfannen im Gesamtbild der Dacheindeckung massiver und feiner. In der Region sind überwiegend Dächer von herrschaftlichen sowie kirchlichen Gebäuden mit altdeutscher Schieferdeckung zu finden, die englische Deckung, mit Rechteckschablonen und Dachdeckungen mit Blechplatten auf Nebengebäuden, wurde in geringerem Maße ausgeführt. Im Gegensatz zu den Dachpfannen wirkt die Dacheindeckung eleganter und feiner.

Etwa seit der Mitte des 19. Jhd. wurde die Falzpfanne gebräuchlich, die eine Abdichtung mittels Strohdocken überflüssig machte. Seit dem 20. Jhd. wurden Dächer mit Teerpappe, Asbestzement (Eternit) oder Blech eingedeckt. Diese Materialien stören häufig wegen ihrer sterilen Formen das Siedlungsbild erheblich, sodass sie aus Gründen des Denkmalschutzes und der Ensembleerhaltung in der Regel abzulehnen sind. Ihre unbestrittenen Vorzüge liegen in den geringen Kosten sowie in der Wettersicherheit. Daher sind sie in den stark exponierten, windgefährdeten Höhenlagen, z.B. in der Westeifel, das vorherrschende Deckmaterial.

 

 

Umsetzung
Bei den Dorferneuerungsmaßnahmen wurde überwiegend die altdeutsche Deckung mit Moselschiefer verwendet. Als moderne Materialien fügen sich auch Stegfalzdeckungen in Zinkblech gut in die Dachlandschaft ein.  
Die überwiegende Dachform, das Satteldach, und die Dachneigung von 40 - 50 Grad resultieren aus der ursprünglichen Strohdacheindeckung und wurde bei den Dachpfannen- und Schieferdacheindeckungen beibehalten. Heutzutage erlaubt die steile Dachform des Satteldaches einen Dachausbau zu Wohn- und Arbeitsbereichen.

Ausbildung des Ortganges
Die Giebelseite der Häuser wurde sehr unterschiedlich gestaltet. Entscheidend für die Ausbildung des Ortganges ist aber die Anordnung des Gebäudes im Straßenraum. Bildet die Giebelseite die Stirnseite des Hauses, also das Gesicht zur Straße, ist diese oft gestaltet. Die Verzierungen, die nur bei genauerem Hinsehen auffallen, sind einfach, symmetrisch und schlicht. Grundsätzlich ist auch der Ortgang sehr einfach ausgebildet und weist keinen oder einen sehr kurzen Dachüberstand auf. Meist ziert ein Ortbrett, auch Windbrett genannt, die Giebelseite. Dieses wird vor dem Giebel montiert, sodass die Dachpfannen dahinter verschwinden und schützt die Pfannen vor seitlichem Wind. Diese Ausbildung wurde auch aus Schiefer ausgeführt. Seltener sieht man die Pfannen direkt im Mörtel verlegt, dann hat das Dach keinen Überstand und lässt das Gebäude kubisch wirken. Dieser Dachabschluss wurde häufig bei traufständigen Gebäuden angewendet. Unabhängig davon ob die Dacheindeckung aus Schiefer oder Schindeln besteht, wird der Abschluss des Ortganges gleichermaßen ausgeführt. Nur das Strohdach erfordert wegen seiner Konstruktionsweise eine andere Ausformulierung. So ist der Dachüberstand etwas größer und wird gegen Wind und Wetter von unten mit einem Brett geschützt.

Ausbildung der Traufe
Der Dachüberstand im Bereich der Traufe, also zwischen der waagerechten Dachkante und der Hauswand, ist ebenfalls relativ gering. Ist das Dach zur Wetterseite abgeschleppt, wird der Wohnraum unter diesem, wenn auch niedrigeren Dach, fortgesetzt. Bei sehr geringen Dachüberständen ist der Abschluss an der Traufe meist durch ein Gesimsbrett geschlossen. Am Ende der Dachsparren wird dabei ein Brett befestigt. Stehen die Sparren als leichter Dachüberstand über die Hauswand hinaus, wird das Dach zwischen den Sparren abgedichtet.

Umsetzung
Die Ausbildung von Ortgang und Traufe, in der beschriebenen traditionellen Weise, ist zeitlos. Durch die heute meist wohnliche Nutzung des Dachgeschosses,  können sich die Detailpunkte und Anschlussstellen im Trauf- und Ortgangbereich ändern, dennoch sollte die äußere Form in ihrer schlichten und funktionellen Weise beibehalten werden. Zum Schutz gegen Witterungen kann der Ortgang auch in Metall ausgeführt werden.

 

 

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