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Dörfliche Siedlungsformen

 

In der Region der nordrhein-westfälischen Eifel trifft man auf verschiedene Siedlungsformen, die sich gemeinsam durch eine starke Angepasstheit an die Topographie, die Bodenbeschaffenheit, die Wasserversorgung und die Ausnutzung günstiger klimatischer Bedingungen auszeichnen. Die Stellung der Gebäude im Siedlungsgefüge, deren Dachformen und Anpflanzungen von Schutzvegetation und der Übergang der Siedlungsränder zur bewirtschafteten Landschaft berücksichtigten im hohen Maße die natürlichen Gegebenheiten und schafften so eine im hohen Maße effiziente Kulturlandschaft.

Die Gründungen der Siedlungen in der Region waren äußerst verschiedenartig, jedoch zeichnen sich besonders Siedlungsgründungen an Straßen, Wegkreuzungen und Flussläufen mit Wasserzugänglichkeit in der topographisch bewegten Eifelregion ab. Zu unterscheiden sind je nach Boden- und Eigentumsverhältnissen geschlossene Dörfer mit lockerem Grundriss, d.h. relativer Weitständigkeit der Häuser und Stallungen und solche mit einem verdichteten Grundriss, bei dem die Höfe so einander zugeordnet sind, dass sie sich an mehreren Stellen berühren. Zusätzlich waren die Siedlungsentstehungen zumeist mit Bachläufen, lokalen Lagerstätten von Bodenschätzen, wie Erzen und Natursteinen oder herrschaftlichen oder klösterlichen Anlagen, verwoben.

Die in der Region heute ablesbaren Siedlungsformen sind überwiegend Straßendörfer und unregelmäßige Haufendörfer, die aus Streusiedlungen und Weilern über die Jahrhunderte gewachsen sind. Streusiedlungen zeichnen sich durch einen großen Abstand zwischen einzelnen Gebäuden oder Hofanlagen aus und entstanden entlang von vorhandenen Straßen oder Wegen. Weiler hingegen sind kleine, dörfliche Siedlungen, die an Flussquellen oder Flussläufen liegen und aus dicht stehenden Gebäuden und Hofanlagen bestehen.

Häufig entwickelten sich aus diesen kleineren, dörflichen Strukturen dann Straßendörfer, die sich durch eine Reihung von Gebäuden in dichten oder auch lockeren Dorfgrundrissen an einer Straße oder entlang mehrerer Straßen entwickelten. In geschützter Lage im Tal oder entlang eines Flusslaufes als Flusstaldorf oder Seitentaldorf trugen zahlreiche Mühlen und Gerbereien zum Wachstum der Dörfer bei.

Haufendörfer entstanden hingegen aus dem Anwachsen von Einzelhöfen und Weilern, die meist an Weggabelungen und Wegkreuzungen lagen. Sie werden auch „Kreuzungsdorf“ genannt, da die Mitte der Siedlung meist die Kreuzung der Hauptwege darstellt. Dörfer in Höhenlagen sind häufig um einen Großbetrieb oder eine Burganlage auf waldfreien Plateaus gewachsen, die erst nach Einführung des Kunstdüngers die Bewirtschaftung der kargen Böden ertragreich machte.

Bei Straßendörfern in Höhenlagen hat sich eine über die Jahrhunderte besonders ausgeprägte Heckenlandschaft entwickelt. Noch heute sind die Hecken als Windschutz- und Grundstückseinfriedungen ein prägendes Gestaltungselement im Straßen­raum. Die mehrere Meter hohen Hecken­anpflanzungen werden heute durch besondere Fördermaßnahmen und Vereine der Ortschaften gepflegt und tragen so zum Erhalt des regionaltypischen Landschaftsraumes des „Monschauer Heckenlandes“ bei.


Diese Region zeichnet sich durch eine weitgehend von der Landwirtschaft geprägte dörfliche Siedlungsstruktur aus, deren Hauslandschaft sich bis ca. 1950 nur langsam veränderte. Bis 1944 wurde überwiegend die vorhandene Bausubstanz um- und angebaut. Mit dem 1944 eingeführten Strukturwandel der Landwirtschaft, neuen Wertevorstellungen und Normen zum Wohnen, Leben und Arbeiten veränderte sich die bodenständige, über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft radikal. Der Wandel der landwirtschaftlich geprägten Dörfer hin zu reinen „Wohndörfern“ ist seither ungebremst, der gewachsene Reichtum an Architektur und Landschaftselementen der Dörfer droht verloren zu gehen.

Die Dörfer der Region stellen die Verschiedenartigkeit, Einmaligkeit und die Besonderheiten der Baukultur in der Region dar. Anhand von Beispielen werden die siedlungstypologischen Prinzipien aufgezeigt, wobei der Fokus der Betrachtung auf den kleinen dörflichen Strukturen der Region liegt. Die Städte und größeren Ortschaften durchliefen individuelle, städtisch geprägte Entwicklungen und verfügten über höhere Einwohnerzahlen, die die Entwicklung von den dörflichen Siedlungsstrukturen deutlich abweichen ließ.   

 

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