Fachwerk mit verputzter Ausfachung - Straßenansicht in Lückerath bei Mechernich
Fachwerk mit verputzter Ausfachung - Straßenansicht in Lückerath bei Mechernich
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Baukonstruktion

Fachwerkbauweise
Die sehr verbreitete Konstruk­tions­form für Bauernhäuser in der nordrhein-westfälischen Eifel ist das Fachwerk. Das Holzgerüst, wie ein Holzskelettbau errichtet, kann mit verschiedenen Materialien ausgefacht werden. Die klassische Form des Holz- oder Weidengeflechts, das mit Lehm verschmiert und verputzt wird, wurde durch Lehm- oder Backstein­ausfachungen ergänzt. Konstruktiv war durch die Fachwerkbauweise relativ früh eine Ausbildung von zwei Geschossen möglich. Es stellte zudem eine günstige Bauweise als den Massivbau dar.

Die Ausfachungen aus Lehm sind recht wetteranfällig, so wurden diese zum Oberflächenschutz mit Kalk- und Lehmputzen versehen. Bei den historischen Gebäuden wurde das ungleichschenklige Satteldach zu Gunsten des Wetterschutzes tiefer herunter gezogen oder die Fassade wurde mit Schieferplatten oder Dachziegeln verkleidet.  Ab dem beginnenden 20. Jhd. wurden auch Holzverkleidungen und Struktur­bleche zum Wetterschutz der Fassade eingesetzt.
Im Gebäudeinnern war die Baukonstruktion meist sichtbar. Sogenannte „Kölner Decken“ sind in der Region in reicher ausgestatteten Gebäuden zu sehen. Dabei wurden eng liegenden Balken von oben mit Dielen belegt sind. Von unten oft weiß gestrichen, zeigen diese Decken ihre besondere Schönheit.

Umsetzung
Heute findet das Fachwerk kaum noch Anwendung. Holz, als Baustoff ist kostengünstig und unter energetischer Betrachtung auch heutzutage gut einsetzbar. Gebäude errichtet in Holzständerwerk, Holzskelettbau oder in Holzfertigbauweise stellen Alternativen zum Fachwerkbau dar und schaffen Gebäude, die sich häufig besser in die dörfliche Bebauungsstruktur einfügen lassen. Die Skelettbauweise der Holzkonstruktionen, bestehend aus Balken und Stützen, ermöglicht durch Durchbrüche und Öffnungen in Wänden und Decken neue Raumzusammenhänge, Belichtungsmöglichkeiten, aber auch eine hohe Flexibilität des Innenraums. Dies ist auch bei Umbauten von historischen Fachwerkgebäuden  vorteilhaft.


Massivbau

Natur-/ Bruchsteinmauerwerk
Die Farben der Böden an einem Ort spiegeln sich in den Natursteinen der lokalen Steinbrüche wider. Diese lokal gebrochenen Natursteine zeigen daher einen besonders starken Bezug zu den Besonderheiten der geologischen Beschaffenheit im Umkreis der Ortschaften. So prägen noch heute die einst zahlreichen Steinbrüche das Bild der Region.
 

Umsetzung Massivbau
Da Massivbauten aus Naturstein meist nicht verputzt und gestrichen wurden, sind die regionalen Unterschiede in den Fassadenfarben und der Materialität gut ablesbar. Im Süden der Region ist die Massivbauweise mit Naturstein, der mit Kalkputz geweißt wird, stärker verbreitet. Die darunterliegende Struktur, die Steingrößen und -formen sind doch auch trotz Kalkputz ablesbar.

Gelber und roter Buntsandstein, Grauwacke und Flussgerölle zeigen nicht nur farbliche Unterschiede, sondern variieren auch in der Steingröße. Örtlich sind - je nach Vorkommen und Nähe zu den Steinbrüchen - ganze Häuser aus Bruchstein gebaut, wie im nordwestlichen Bereich der Region, z.B. in Breinig.

Die Massivbausweise Da diese Bauweise weniger Flexibilität zulässt, müssen im Massivbau Öffnungen wohlüberlegt angeordnet werden und es sind keine so großen Öffnungen möglich. In manchen Bereichen, wie z.B. in der nördlichen Voreifel, ist erkennbar, dass der Bruchstein – sofern es die finanzielle Lage der Bewohner zuließ - das Fachwerk ablöste, indem die Fassaden häufig aus Naturstein gemauert und dem Gebäude vorgestellt wurden. Dahinter schließt das Fachwerk an. Die Gebäudeecken sind im Massivbau meist besonders ausgebildet und durch besonders großformatige Steine betont und konstruktiv verstärkt. Wo innen die Decken anschließen, sind in der Fassade oft die Anker sichtbar, die diese in der massiven Fassade halten.

Ziegelmauerwerk
Das Ziegelmauerwerk galt zunächst als städtische Bauweise des 19. Jahrhunderts, wurde aber vereinzelt auch auf dem Land übernommen. Meist sind es repräsentative Bauten wie Schulen, Rat- und Gemeindehäuser und Kirchen sowie vereinzelt Straßenfassaden von Wohngebäuden, die in Mauerwerk aus gebrannten Ziegeln ausgebildet wurden. Der Sockel ist bei diesen Gebäuden ebenfalls aus Ziegeln gemauert und die Fassaden zeigen oftmals Verzierungselemente.

Umsetzung
Da die Steinbrüche in der Region zum größten Teil geschlossen wurden, werden heutzutage kaum noch Gebäude aus regionalem Naturstein gefertigt. Allerdings gibt es die Möglichkeit Baumaterialien von Recycling-Märkten zu beziehen. Es gibt verschiedene Anlaufstellen, bei denen Baumaterialen abgerissener Gebäude weiter vermarktet werden. Heutige Natursteingebäude weisen eine hohe Massivität auf und sind durch die klar gegliederten Fassaden sowie eine begrenzte Öffnungsanzahl und -größe gekennzeichnet. Es ist empfehlenswert die Massivität durch Fenster- und Türgewände sowie die Ausbildung eines Sockels zu strukturieren. Zu bevorzugen ist zudem eine raue Struktur anstelle einer glatt verputzten Fläche.

 

 

Weitere Bilder siehe Bilderleiste

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