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Fassaden

In den Ortschaften der Region werden die Straßenräume überwiegend durch zweigeschossige Gebäude mit Satteldach gebildet. Niedrigere Gebäude wie Nebengebäude und Anbauten schaffen zudem Wind- und Blickschutz. Die Häuser weisen keine oder nur geringe Fassadenversprünge auf, was auch unter energetischen Gesichtspunkten vorteilhaft ist. Die Fassade wird durch stehende Fenster- und Tür- bzw. Torformate gegliedert, wobei ein höherer Anteil an Wandfläche zu Wandöffnungen abzulesen ist. Man spricht von einer „Lochfassade“, da die kleinen Öffnungen im Verhältnis zur massiven, flächigen Wand wie „Löcher“ wirken.

Die flächigen Fassaden aus Bruchstein, Ziegeln und Fachwerk haben größtenteils symmetrisch angeordnete Öffnungen. Wenn möglich wurden die Fassaden, besonders die zum Straßenraum ausgerichteten, gleichmäßig gegliedert. In vertikaler und horizontaler Anordnung liegen die Fenster axial neben-, bzw. übereinander. Insbesondere im Massivbau wurde dieses Prinzip stark verfolgt, aber - soweit es die Konstruktion zuließ – wurden auch die Öffnungen in Fachwerkbauten so ausgeführt. In den Backstein- und Stuckfassaden der Gebäude, die in der Periode des Klassizismus (Anfang des 19. Jahrhunderts) gebaut wurden, kann man eine besonders symmetrische Fassadengliederung feststellen.

Neben der Symmetrie ist zudem bei Fassaden, die zum Straßenraum ausgerichtet sind, eine aufwendigere Gestaltung der Baudetails zu erkennen, verglichen mit den rückwärtigen und zum Hof gewandten Fassaden der Gebäude.

Sockel
Die Ausbildung eines Sockels ist in der Region in verschiedenen Ausführungen häufig zu beobachten. Meist ist der Sockel Teil des Fundamentes, welches überwiegend aus Bruchstein besteht. Auf einer Höhe von 50-100 cm ist es im unteren Bereich der Fassade ablesbar, sowohl bei Fachwerk- als auch bei Massivbauten. Der Sockelbereich kann allerdings auch über ein ganzes Geschoss reichen. Häufig wird das gesamte Erdgeschoss in Massivbauweise gemauert und trägt das in Fachwerkbauweise ausgeführte Obergeschoss.

Umsetzung
Neubauten weisen häufig unsymmetrisch Fassaden auf, was durch im Verhältnis zur Wandfläche sehr große und oft querformatige Fenster sowie Fassadenvor- und -rücksprünge bedingt ist. Zudem fallen sie oftmals durch untypische Materialverwendung und Farbgebung auf.

Für das Bauen in der Eifel, das Bezug auf die Baukultur nimmt, sind stehende Formate der Fassadenöffnungen unerlässlich. Ein gleich­mäßiges Fassadenraster, eine Vielzahl kleiner Fensteröffnungen und eine symmetrische Aufteilung der Fassade gestaltet ein regionaltypisches „Gesicht“ des Gebäudes, das sich an den historischen Bestand anlehnt.

 

Regional typische Fassadengestaltung 

Mauerwerk
Die regionalspezifischen Farbnuancen in den Dörfern der Region Eifel NRW entstehen auch durch die Verwendung von Natursteinen im Bruchsteinmauerwerk. Von Ort zu Ort unterscheiden sich daher die Farben der Fassaden und prägen so die Ortsbilder, da die Steine aus den nahe gelegenen Steinbrüchen verwendet wurden. Man kann so noch heute an den Orten die unterschiedlichen regionalen Natursteinvorkommen der Umgebung ablesen. Regional unterschiedlich verbreitet trifft man daher auch auf Fassaden aus Bundsandstein, der in den verschiedensten Rot, Gelb- und Brauntönen anzufinden ist, sowie auf Fassaden aus Grauwacke, im nordwestlichen Vennvorland häufig mit Blausteineinfassungen der Fenster und Türen. In der Region um Dahlem und Kronenburg wurden die Mauerwerksfassaden aus Bruchstein hingegen mit Kalk aus den nahegelegenen Kalkmulden weiß geschlämt.

Die Oberflächen der Natursteine waren handbehauen und zeigten in der Oberflächenbearbeitung die Handschrift der Steinmetze der Region. So schufen sie im Gesamteindruck der Fassade ein individuelles und massives Erscheinungsbild des Gebäudes. Die heute maschinell gefertigten glatten Natursteinfassaden heben sich von den historischen Fassaden ab, fügen sich aber durch eine ähnliche Natursteinwahl in eine gewachsene Struktur eines Dorfes gut ein.

Fachwerk
In der Region ist das geschwärzte Fachwerk mit weißen Ausfachungen, seien sie verputzt oder gemauert, in den waldreichen Regionen und Hochebenen der Eifel stärker verbreitet als der Mauerwerksbau. Entweder wurde das Fachwerk in seiner ursprünglichen Farbe belassen oder wurde in einer dunkleren Farbe, meist dunkelbraun oder schwarz ,gestrichen. Die Ausfachung, wenn sie gemauert wurde, wurde geschlämmt oder das Fachwerk erhielt eine andere Farbe. Der Farbton des Fachwerks wurde immer dunkler als die Ausfachung gewählt.
Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen altem, von Hand gefertigtem und neuem, maschinell gefertigtem Fachwerk. Die alten Fachwerkhäuser erhalten ihren individuellen Charakter und auch ihren Charme durch die leicht verzogenen Balken. Dadurch sieht jedes Haus anders aus und macht es unverwechselbar. Die Flächen der Ausfachungen sind selten ebenmäßig, kleine Unebenheiten fallen im Gesamtbild nicht auf.

Backstein
Seit dem 19. Jhd. sind auch Backsteinfassaden in den Ortschaften der Region anzutreffen. Sie zeigen erste Einflüsse des städtischen Bauwesens. Mancherorts sind auch Wohngebäude aus Backstein erbaut worden, aber hauptsächlich wurde diese Konstruktionsweise für Sonderbauten, wie Schulen, Rathäuser usw. angewandt. Die Struktur ist zwar feiner und gleichmäßiger als die der Natursteingebäude, aber die im Gesamterscheinungsbild dunklere Farbe besteht auch aus vielen Untertönen, die von Gelb, über Rot bis hin zu Braun, Grau und Grün reichen.

Holzverkleidungen
Zum Schutz gegen das raue Klima wurde und wird in vielen Orten mit der Verkleidung von besonders wetterbeanspruchten Fassadenseiten gearbeitet. Neben der Holzverschalung, die in waagerechter und senkrechter Richtung angebracht wurde, sind auch Schiefer- und Tonpfannen, als Wetterschutzverkleidung regional stark verbreitet. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Gebäude aufgrund des kostengünstigeren und weniger pflegeintensiven Fassadenschutzes häufig mit Eternitplatten, Bitumen- oder Dachpappe verkleidet. Darunter befinden sich noch heute häufig die alten Fachwerke und Natursteinmauerwerke. Die Entsorgung der Eternitplatten stellt heute allerdings im Besonderen einen finanziellen und gesundheitsschädlichen Aufwand dar, den viele Bauherren scheuen.

Sockelausbildung
Aus Spritzwassergründung und aufteigender Nässe wurden Gebäude auf einen Sockel aus Bruchstein oder Ziegelstein gesetzt, der vom Erdboden aus circa 25-100 cm hoch gebaut wurde. Teils ist es nur das Fundament, das überirdisch sichtbar wird oder das Gebäude ist auf ein sockelartiges Kellergeschoss aufgebaut. Vielfach wurde auch das ganze Erdgeschoss als Sockelgeschoss ausgebildet, worauf sich dann meist ein Fachwerkgeschoss aufbaute.

Umsetzung
Stehende Formate der Fassadenöffnungen sind bei Fenster- und Türausbildung regional typisch und sollten als Empfehlung bei Neu- und Umbauten in einer gleichmäßigen Aufteilung in der Fassade angeordnet werden. 

 

 

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